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Ära der letzten Geweihjäger - Folge 16: Test Nummer 1

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Dominic

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Theaterhauptrolle
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Hinweis: In Ära der letzten Geweihjäger werden Kampf- und Jagdszenen beschrieben. Der Autor bemüht sich um eine sanfte Beschreibung, doch wenn Sie zum Beispiel kein Interesse an Kampf- und Jagdszenen haben, sollten Sie diese Fortsetzungsgeschichte vielleicht nicht lesen.

Ära der letzten Geweihjäger
Folge 16: Test Nummer 1
Autor: Dominic Böhm
Erstveröffentlichung: 22.11.2015




Ein Klopfen an der Tür kündigt den Besucher an, auf welchen Nock und Leon schon gewartet haben. Nock öffnet die Tür und heißt Jack willkommen. „Kommen Sie herein. Wir haben schon auf Sie gewartet.“ Jack möchte gerade eintreten, da spricht Nock die Bitte aus, Jack solle seine Schuhe ausziehen, ehe er die Stube betritt. „Unsere kleinen Geschwister schlafen bereits. Wir wollen sie doch nicht aufwecken.“ Jack zeigt Verständnis und zieht seine großen Stiefel aus. Anschließend tritt er in das Haus ein und sieht Leon an einem großen Tisch sitzen, der bereits gedeckt ist. Aufgrund der hohen Anzahl der Stühle vermutet Jack, dass Nock und Leon noch viele weitere Geschwister haben. „Werden eure Eltern ebenfalls an diesem Abendessen teilnehmen?“, fragt Jack und mustert das Zimmer, wie er es immer zu pflegen tut, wenn er einen Raum zum ersten Mal betritt. „Unser Vater ist auf Reisen. Er ist Händler. Unsere Mutter ist vor einigen Jahren bei einem Unfall gestorben“, klärt Nock auf. „Ich verstehe. Das tut mir leid. Aber sagt mal, wer kocht denn hier so lecker? Ich kann den Duft bis hierher riechen.“ „Vielen Dank für das Kompliment“, spricht eine weibliche Stimme. „Darf ich Ihnen meine Schwester vorstellen? Das ist Zerana.“ Jack reicht der jungen Frau die Hand. „Es freut mich, Sie kennenzulernen. Ich hörte, Sie sind hier, um meinen kleinen Bruder als Geweihjäger anzuheuern.“ Jack wägt seine Antwort vorsichtig ab, denn er weiß nicht, ob Zerana bekannt ist, dass Nock das Angebot, ein Geweihjäger zu werden, früher am Tag abgelehnt hat. „Ja, ich bin auf der Suche nach einem neuen Jagdgefährten“, erklärt Jack, ohne zu viel der heutigen Geschehnisse preiszugeben. „Darf ich mich setzen?“ „Aber natürlich“, antwortet Nock und zeigt mit einer offenen Geste in die Richtung des Tisches. „Ich werde euch drei dann mal alleine lassen. Ich vermute, ihr habt viele Dinge zu besprechen.“ Zerana verlässt den Raum und gibt den drei Männern die Möglichkeit, sich unter sechs Augen zu unterhalten. „Ich werde das Essen holen“, meint Nock. Jack und Leon verbleiben am Tisch und blicken sich in die Augen. Leons Blick verrät, dass er es noch nicht aufgegeben hat, Jack davon zu überzeugen, ihn als neuen Jagdpartner auszuwählen. Jack kann sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. „Wieso lächeln Sie?“, fragt Leon, als er die nach oben gezogenen Lippen des Geweihjägers sieht. „Weißt du, ich habe deinem Bruder heute einen Besuch abgestattet und ich hatte die Gelegenheit, ihn bei seiner Arbeit zu beobachten. Er besitzt so viel Kraft, dass das Fällen eines großen Baumes ein Kinderspiel für ihn ist. Hast du schon einmal einen Baum gefällt?“ Leon schüttelt den Kopf. „Das dachte ich mir. Hast du schon mal ein Tier gejagt?“ Leon muss erneut seinen Kopf schütteln. „Das dachte ich mir. Hast du schon mal einen Kampf auf Leben und Tod bestritten?“ Ein drittes Mal bleibt Leon keine andere Wahl, als den Kopf zu schütteln. „Das dachte ich mir. Leon, du bist kein geeigneter Kandidat für eine Ausbildung zum Geweihjäger.“ Jack weiß, dass Leon nach der Absage von Nock ins Rampenlicht gerückt ist, doch er möchte ihn mit seinen Fragen und dem Kommentar, er wäre für eine Karriere als Geweihjäger nicht geeignet, herausfordern, denn er möchte in Erfahrung bringen, wie der Junge mit dem entschlossenen Blick auf diese Situation reagiert. „Und ob ich das bin!“, antwortet Leon mit erhobener Stimme und schlägt mit beiden Fäusten auf die Tischplatte. Jack weitet die Augen. „Du hast Temperament, Junge. Gleichzeitig bist du sehr ungeduldig. Ungeduld ist eine Eigenschaft, die ich überhaupt nicht leiden kann.“ Nock stürmt in den Raum. „Bist du wahnsinnig? Höre auf hier so herumzuschreien. Du wirst unsere Brüder und Schwester noch aufwecken.“ „Tut mir leid“, murmelt Leon und fängt sich wieder. „Sie müssen sein Benehmen entschuldigen, Jack. Mein kleiner Bruder vergisst manchmal, dass gute Manieren in unserer Gesellschaft enorm wichtig sind“, erklärt Nock. „Schon vergessen“, gibt Jack zu verstehen. „Das Essen ist gleich fertig. Vielleicht erzählst du Jack ein wenig von dir. Aber dieses Mal schlägst du bitte einen ruhigeren Ton an, ja?“ Nock begibt sich wieder in die Küche, um das Essen zu holen, als Jack erneut lächelt. Leon gefällt das Lächeln des Jägers überhaupt nicht, denn er fühlt sich verhöhnt. Nach einiger Zeit sagt er: „Sie wollen mich provozieren, richtig?“ „Was?“, fragt Jack ganz unschuldig. „Sie wollen mich provozieren“, gibt Leon erneut zu verstehen, doch dieses Mal formuliert er den Satz nicht als Frage. Er hat Jacks Taktik erkannt. „Sie testen mich bereits. Nock hat das Angebot abgelehnt. Er wird sich nicht von Ihnen ausbilden lassen, denn er fühlt sich an diesen Ort gebunden. Hier leben unsere Geschwister und Nock hat die Verantwortung für sie übernommen.“ Jack bemerkt langsam, dass er den Jungen falsch eingeschätzt hat. Er mag sich körperlich nicht gerade in der besten Verfassung befinden, aber seine Schlauheit ist außerordentlich gut ausprägt. „Sagen wir, du bist gerade zu einem möglichen Kandidaten aufgestiegen, Leon.“ In Leons Gesicht macht sich Zufriedenheit breit. „An deiner Stelle würde ich mich nicht zu früh freuen. Du hast mich noch lange nicht überzeugt, Kleiner. Ich möchte mehr über dich herausfinden.“ „Was wollen Sie wissen?“ „Später. Lasse uns erst einmal essen. Knurrt dir nicht auch der Magen?“ „Ja, schon. Aber ich ...“ „Na, siehst du. Wenn man hunger hat, sollte man essen.“ Wie auf ein Kommando kommt Nock mit einem großen Topf zurück und stellt diesen auf dem Tisch ab. „Würde uns der Geweihjäger die Ehre erweisen, den Eintopf zu verteilen? Wir haben nicht jeden Abend so hohen Besuch“, meint Nock. „Aber natürlich“, stimmt Jack zu und greift zur Suppenkelle.

Fortsetzung folgt




Figuren in dieser Folge:

Jack
Nock
Leon
Zerana

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Ina

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Oh nein, armer Leon Wink

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